{"id":18364,"date":"2022-06-21T11:36:02","date_gmt":"2022-06-21T09:36:02","guid":{"rendered":"https:\/\/jokira.de\/?p=18364"},"modified":"2022-06-21T11:36:57","modified_gmt":"2022-06-21T09:36:57","slug":"2020-ein-umsatzminus-von-117-prozent-fuer-2021-prognostiziert-das-statistische-bundesamt-einen-rueckgang-von-weiteren-56-prozent-die-dienstleistungspreise-steigen-allerdings-unter-der-teuerungsra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jokira.de\/news\/2020-ein-umsatzminus-von-117-prozent-fuer-2021-prognostiziert-das-statistische-bundesamt-einen-rueckgang-von-weiteren-56-prozent-die-dienstleistungspreise-steigen-allerdings-unter-der-teuerungsra\/","title":{"rendered":"Corona belastet Friseurhandwerk weiterhin"},"content":{"rendered":"\n
2020 ein Umsatzminus von 11,7 Prozent; f\u00fcr 2021 prognostiziert das Statistische Bundesamt einen R\u00fcckgang von weiteren 5,6 Prozent, die Dienstleistungspreise steigen, allerdings unter der Teuerungsrate…<\/strong><\/p>\n\n\n\n Bei der Mitgliederversammlung am 19. und 20. Juni in Berlin informierte der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) \u00fcber die wirtschaftliche Lage der Friseurbranche:<\/strong><\/p>\n\n\n\n Zwei Jahre Corona mit zwei Lockdowns wirken sich massiv auf die Wirtschaftsleistung der Friseurbranche aus. Die Preise f\u00fcr Friseurdienstleistungen steigen in diesem Zusammenhang. Die Krise verdeutlicht jedoch f\u00fcr alle Friseurinnen und Friseure, dass ihre Dienstleistungen und Services eine besondere soziale Relevanz<\/strong> erlangt haben. Sch\u00f6nheit und gutes Aussehen sind wichtiger denn je. Die Hauptlast der Coronakrise tragen vor allem die umsatzst\u00e4rkeren Salons.<\/strong> Die Situation in der Branche ist und bleibt damit angespannt, Corona wirkt sich als Treiber eines Strukturwandels im Friseurmarkt aus. Salons rutschen in die Kategorie der umsatzsteuerbefreiten Mikro-Salons<\/strong> ab. Diese besch\u00e4ftigen keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bilden keinen Nachwuchs aus und k\u00f6nnen dabei zugleich unterhalb eines Jahresumsatzes von 22.000 Euro mehrwertsteuerfrei und damit konkurrenzlos g\u00fcnstig am Friseurmarkt agieren. Mit insgesamt \u25ba15.911 Auszubildenden im Jahr 2021<\/a><\/strong> geht der R\u00fcckgang bei den Ausbildungsverh\u00e4ltnissen im Friseurhandwerk ungebremst weiter. Die Corona-Pandemie hat den schon vorher festzustellenden, stetigen R\u00fcckgang bei den Lehrlingszahlen noch einmal dramatisch beschleunigt. Die Nachwuchsproblematik bleibt die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr die Zukunft der Branche. Die Innungen, Landesverb\u00e4nde und der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks<\/strong> machen sich f\u00fcr eine nachhaltige F\u00f6rderung der Ausbildungsleistung der Betriebe stark und fordern<\/strong> angesichts der enormen Integrationsleistung des Friseurhandwerks die weitere Aufwertung und Unterst\u00fctzung der betrieblichen Ausbildung.<\/strong> Es gilt, Ausbildungsbetriebe \u00fcber den gesamten Ausbildungszeitraum nachhaltig zu unterst\u00fctzen. Auch auf das Friseurhandwerk d\u00fcrfte sich der Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie die in der Folge umgesetzten Sanktionen negativ auswirken. Die starke Inflation vor allem die steigenden Lebenshaltungskosten und Energiepreise werden zu Konsumr\u00fcckhaltung f\u00fchren und dabei die ohnehin von der Pandemie stark gebeutelte Friseurbranche treffen. Das Friseurhandwerk erwartet<\/strong> deshalb von der Regierung branchenspezifische Signale f\u00fcr eine wirtschaftliche Konsolidierung nach der Corona Krise, wie zum Beispiel durch eine \u25baHerabsetzung des Mehrwertsteuersatzes auf Friseurdienstleistungen<\/a><\/strong>.<\/p>\n\n\n\n Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) vertritt als Bundesinnungsverband die Gesamtinteressen des deutschen Friseurhandwerks. In ihm sind 11 Landesinnungsverb\u00e4nde zusammengeschlossen, deren Mitgliederbasis rund 230 Friseur-Innungen bilden. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es 81.000 Friseursalons mit \u00fcber 240.000 Besch\u00e4ftigten und rund 18.000 Auszubildenden. Der Jahresumsatz liegt bei rund 7 Milliarden Euro. Pr\u00e4sidentin des Zentralverbandes ist \u25baManuela H\u00e4rtelt-D\u00f6ren<\/a>, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer ist \u25baJ\u00f6rg M\u00fcller<\/a>. Sitz der ZV-Gesch\u00e4ftsstelle ist K\u00f6ln.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" 2020 ein Umsatzminus von 11,7 Prozent; f\u00fcr 2021 prognostiziert das Statistische Bundesamt einen R\u00fcckgang von weiteren 5,6 Prozent, die Dienstleistungspreise steigen, allerdings unter der Teuerungsrate… Bei der Mitgliederversammlung am 19. und 20. 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Die Folgen des ersten Coronajahres schlagen sich deutlich in der Umsatzentwicklung des Friseurhandwerks nieder. Demnach haben die 51.482 umsatzsteuerpflichtigen Friseurunternehmen 2020 nur 6,21 Milliarden Euro erwirtschaftet<\/strong>. Somit ist der Umsatz<\/strong> im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent gesunken<\/strong>. F\u00fcr 2021 prognostiziert<\/strong> das Statistische Bundesamt erneut einen R\u00fcckgang der steuerpflichtigen Ums\u00e4tze von 5,6 Prozent<\/strong> gegen\u00fcber dem Vorjahr.
Die Preise f\u00fcr Friseurdienstleistungen<\/strong> sind in diesem Zusammenhang um 4,1 Prozent<\/strong> im Jahr 2021<\/strong> im Vergleich zum Vorjahr gestiegen<\/strong> und blieben damit unterhalb der allgemeinen Teuerungsrate in Deutschland. Ausschlaggebend f\u00fcr diese Preissteigerung waren vor allem der mit Arbeitsschutz- und Hygienema\u00dfnahmen einhergehende zeitliche Mehraufwand sowie die Kosten f\u00fcr Schutzausr\u00fcstung und Testangebote. Aber auch die Nachfrage der Verbraucher nach vielseitigen Friseurdienstleistungen tr\u00e4gt zu dieser Entwicklung bei. Beim Thema Haare und Aussehen vertrauen Konsumentinnen und Konsumenten immer noch auf die Kompetenz der \u00fcber 240.000 Sch\u00f6nheitsexpertinnen und Sch\u00f6nheitsexperten in Deutschland in den rund 80.000 Salons.
Dies belegt auch der Dienstleistungsvergleich \u201ePrime Spot\u201c der Unternehmensberatung Peter Z\u00f6llner. In den Damensalons lag der Umsatz im Jahr 2021 pro Kundin<\/strong> demnach bei durchschnittlich 66,31 Euro<\/strong>. M\u00e4nnliche Kunden investierten im Jahr 2021<\/strong> durchschnittlich 27,48 Euro pro Besuch<\/strong>. Frauen gehen im Durchschnitt 5-mal im Jahr zum Friseur, M\u00e4nner dagegen ca. 8-mal im Jahr (Kantar World Panel).
<\/p>\n\n\n\nStrukturwandel. Mikrosalons ohne Mitarbeiter*innen und Azubis<\/h2>\n\n\n\n
Der Zentralverband kritisiert, dass mit den steuerprivilegierten Mikrobetrieben eine massive und unfaire Konkurrenz entstanden ist.<\/strong> Diese f\u00fchren zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen vor allem zu Lasten der nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen und haben in der Folge unter anderem negative Auswirkungen auf die Ausbildungsleistung und eine qualit\u00e4tsorientierte Fachkr\u00e4fteentwicklung.
<\/p>\n\n\n\nAusbildungssektor. Dramatischer R\u00fcckgang auch durch Corona-Pandemie <\/h2>\n\n\n\n
Vor allem auf junge Frauen \u00fcbt der Friseurberuf aber nach wie vor eine hohe Anziehungskraft aus. So rangiert der Friseurberuf bei den weiblichen Auszubildenden<\/strong> mit 4.734 neu abgeschlossenen Vertr\u00e4gen 2021 auf Platz acht<\/strong> der Liste aller Ausbildungsberufe. Der Anteil der m\u00e4nnlichen Auszubildenden<\/strong> im Friseurhandwerk ist binnen zehn Jahren sogar von 10 Prozent auf 30 Prozent<\/strong> gestiegen. Die Themen Beauty und Haarpflege spielen also auch f\u00fcr M\u00e4nner eine immer wichtigere Rolle.
Der Friseurberuf bleibt f\u00fcr Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger beliebt, die kontinuierliche Modernisierung des Berufsbildes mit neuen Karrierem\u00f6glichkeiten ist aber unumg\u00e4nglich, um k\u00fcnftig wieder mehr Nachwuchs f\u00fcr die Friseurbranche gewinnen zu k\u00f6nnen.
<\/p>\n\n\n\nAusblick. Starke Inflation sorgt f\u00fcr Konsumr\u00fcckgang, Friseur*innen erwarten Herabsetzung MwSt.<\/h2>\n\n\n\n