Kolumne von Susanne Drexel, Mentalcoach und ehemalige Friseurunternehmerin
Die stille Erschöpfung hinter dem Spiegel
Kennst du das Gefühl, nach einer langen Schicht nach Hause zu kommen und einfach leer zu sein? Nicht nur körperlich, sondern irgendwie auch innerlich ausgehöhlt? Die meisten Friseurinnen und Friseure, die ich in meiner Arbeit begleite, haben eines gemeinsam: Sie denken zuerst an andere.
Das ist keine Zufälligkeit. Das ist ein Muster. Und es hat eine Geschichte: Friseurinnen und Friseure bringen von Natur aus viel mit: Empathie, Feingefühl, den echten Wunsch, dass es den Menschen um sie herum gut geht. Das sind wertvolle Eigenschaften. Sie machen den Beruf aus.
Aber wer früh gelernt hat, dass er dann geliebt wird, anerkannt wird, dazugehört, wenn er für andere da ist, der trägt dieses Muster auch in den Salonalltag und stellt sich selbst dabei immer ans Ende der Reihe.