1. Digitaler Optimierungsdruck erfordert Beratung
KI, Filter und Hyperästhetik setzen KundInnen, und in der Folge FriseurInnen, zunehmend unter Druck. Grund dafür ist, dass die Wahrnehmung von Schönheit immer mehr aufgeladen wird und Virtualität und Realität immer mehr verschwimmen. KundInnen zeigen immer öfter KI-optimierte Bilder als Referenz und erwarten Ergebnisse, die im echten Salonalltag nicht immer umsetzbar sind. Genau hier zeigt sich der Bedarf an einer fundierten Beratung. Was ist wirklich machbar? Was passt zur Haarstruktur, zum Alltag und Budget?
2. Salonbesuch wird zur Self-Care
Ein Salonbesuch ist mehr als Waschen, Schneiden, Föhnen. Für viele KundInnen bedeutet ein Friseurtermin Quality Time und bewusste Auszeit. Eine Chance, die sich für viele Salons auftut: Gestaltet für KundInnen Wohlfühl-Momente. Dazu gehören etwa mehr Wissen in puncto Kopfhautpflege, Kopfhaut- und Gesichtsmassagen sowie persönlicher Betreuung. Kleine Stellschrauben, an denen gedreht werden kann, mit großer Wirkung, sind eine Aufwertung der Salon-Atmosphäre mit passender Musik, angenehmen Düften und ausgewählten Getränken.
3. Fachliches Produkt-Wissen wird essenziell
KundInnen werden informierter und wollen genauer wissen, wie ein Produkt wirkt. Für FriseurInnen bedeutet das Inhaltsstoffe erklären oder gegebenenfalls ehrliche seine Wissensgrenze benennen. „Scientifically proven“ wird laut IKW-Trendreport zu einem wichtigen Qualitätslabel.
4. Beauty-Minimalismus erreicht die Haarpflege
Eine weitere Trend-Erkenntnis ist „Skinimalism“. KundInnen setzen auf weniger, dafür aber wirksamere Methoden und Produkte. Da sich die meisten Haartrends von Skincare-Trends ableiten lassen, kann dieser Einfluss auf den Produktverkauf im Salon übertragen werden. Statt Produktflut geht es künftig stärker um kuratierte Homecare mit wenigen, aber sinnvoll ausgewählten Produkten. Im Report wird Multifunktionalität als Verkaufsargument genannt.