Warum das auch das ganze Team stärker macht
Wenn du deine eigene Geschichte verstehst, verändert sich noch etwas anderes: der Blick auf die Menschen um dich herum. Die Kollegin, die ständig einspringt, tickt anders als die Kollegin, die sich lieber zurückzieht, wenn es hektisch wird. Nicht besser, nicht schlechter. Einfach anders geprägt.
Ohne dieses Wissen entstehen im Team schnell Missverständnisse. Die Verantwortungs-Kollegin wirkt kontrollierend, dabei kann sie einfach schwer loslassen. Die Harmonie-Kollegin wirkt konfliktscheu, dabei will sie niemanden verletzen. Wer viel leistet, wird schnell als Streberin abgestempelt, kämpft innerlich aber oft mit einem Selbstwert, der an jeder Bewertung hängt. Und wer alles im Kopf mitdenkt, wirkt kontrollierend oder nervös, obwohl dahinter meistens einfach jahrelang gelernte Wachsamkeit steckt.
Sobald ein Team versteht, dass hinter jedem dieser Verhaltensweisen eine eigene Geschichte steckt und keine böse Absicht, verändert sich der Umgang miteinander. Aus Reibung wird Verständnis. Aus stillem Ärger wird ein offenes Gespräch. Ihr fangt an, einander zu decken, statt euch gegenseitig zu bewerten.
Und genau das ist am Ende der Punkt. Ein Salon lebt vom Team. Allein hältst du einen anstrengenden Samstag vielleicht noch aus. Auf Dauer stark bleibt ihr nur gemeinsam.
Genau da setze ich in meinen Salon-Coachings mittlerweile auch praktisch an. Dafür habe ich ein eigenes Webtool entwickelt, mit dem Teams ihre unterschiedlichen Stressmuster sichtbar machen können, als Grundlage für ein Gespräch, das sonst oft gar nicht stattfindet.
Der Unterschied beginnt nicht am Arbeitsplatz
Zwei Kolleginnen oder Kollegen im selben Salon, unter derselben Belastung, reagieren unterschiedlich. Der Unterschied entsteht nicht am Arbeitsplatz. Er entsteht viel früher, in der Geschichte, die jede und jeder von euch mitbringt.
Stress hat eine Geschichte. Nicht irgendeine Geschichte. Sondern deine.