Du machst seit 30 Jahren Innungsarbeit. Ist das manchmal ernüchternd?
DK: Ernüchternd war es schon im Vorfeld. Denn wie viele andere auch, habe ich Gewerberecht mit Innungsarbeit verwechselt. Wir sind eine Branchenvertretung und bei gewerbeübergreifenden Angelegenheiten ist oft die Sparte (Gewerbe & Handwerk, Anm.) zuständig. Es ist mitunter ein langwieriger Kampf gegen Windmühlen, wie z.B. Wolfgang Eders Forderung nach Senkung der Mehrwertsteuer. Das wird seit Jahren probiert.
Was wünschst du dir von der Branche?
DK: Ich halte nichts davon, ausschließlich zu kritisieren. Wir sind offen für Meinungen und laden jeden ein, sein Wissen oder konkrete Ideen einzubringen. Nicht jeder muss sofort Mitglied eines Innungsausschusses werden. Man kann sich in Arbeitskreisen auf Landesebene beteiligen und bei ausgewählten Themen mitarbeiten.
Kritik ist vollkommen in Ordnung. Idealerweise bringt man aber auch einen Lösungsansatz mit oder ist bereit, selbst an einer Veränderung mitzuwirken. Nur alles besser zu wissen, aber nicht mit anzupacken, bringt die Branche nicht weiter.
Lieber Dieter, vielen Dank für deine Zeit und deine offenen Worte!